Krankenkassenwechsel leicht gemacht

#13 Passt deine Krankenkasse noch zu dir?

Warum es sinnvoll ist, deine gesetzliche Krankenversicherung gelegentlich zu überprüfen
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Hallo ihr Lieben,

diesen Beitrag schreibe ich, weil ich mir genau diese Fragen vor Kurzem selber gestellt habe:

 

Passt meine Krankenkasse noch zu mir?
Bietet sie noch das, was ich brauche?
Und was für mich wichtig ist?

 

Das Thema Kassenwechsel ist bei den meisten Menschen so beliebt wie ein Besuch beim Zahnarzt oder die Steuererklärung…

Man muss sich hinsetzen, vergleichen, sich selbst auf den aktuellen Stand bringen:

  • Welche Kassen gibt es inzwischen eigentlich?
  • Was hat sich getan bei Leistungen, Bonusmodellen & Co.?
  • Wann kann ich wechseln?
  • Und wie mache ich das??

 

Und man muss sich klar werden, was einem selber wichtig ist. Ich bin zum Beispiel vor 15 Jahren einer BKK beigetreten, die damals gut für mich passte. Nur: In der Zwischenzeit (15 Jahre!) hat sich unglaublich viel getan.

Wie gesagt, eine Versicherung zu wechseln macht man “nicht mal eben so”… Immerhin möchte man nachher nicht schlechter dastehen als vorher. Und deshalb muss man sich informieren, vergleichen, nachfragen.

 

Das ist müßig.

Aber es lohnt sich!

 

Wer mich kennt weiß, dass ich alternativen Therapieverfahren (ergänzend zur Schulmedizin bzw. ersetzend, wenn möglich) gegenüber sehr aufgeschlossen bin. Meine bisherige Krankenkasse ermöglichte es beispielsweise auch, über die Versichertenkarte homöopathische Leistungen bei einem gelisteten Arzt in Anspruch zu nehmen.

 

Osteopathie als Kassenleistung – leider noch nicht überall!

Als jetzt das Thema Osteopathie aufkam, war ich sehr verwundert, dass meine Krankenkasse das in keiner Weise unterstützt. Dabei hatte ich von vielen Freunden und Bekannten gehört, die osteopathische Leistungen (teilweise oder ganz) mit ihrer Krankenkasse abrechnen können.

Krankenkassen funktionieren im Grunde auch nicht anders als Wirtschaftsunternehmen, und jede versucht ihren Schwerpunkt oder gar ein Alleinstellungsmerkmal zu finden. Die eine bietet vermehrt Leistungen für Familien und Kinder, die andere ein tolles Bonusprogramm.

Ich habe verstanden, dass meine Kasse sich in anderen Bereichen spezialisiert hat, als ich es brauche.

 

Die Suche nach einer passenden Krankenkasse

Also begann die Suche nach einer Krankenkasse, die osteopathische Leistungen maximal fördert. Und nicht unbedingt, weil es ein Arzt für mich rezeptiert hat. Sondern weil ich überzeugt bin, dass man nur ganzheitlich sanft und nachhaltig gesund werden und bleiben kann. Und weil ich gerne in den Genuss dieser Behandlungsform kommen möchte.

 

Ein Wechsel der gesetzlichen Krankenkasse lohnt sich

 

Ich machte mir eine Liste und konnte die meisten Kassen direkt wieder streichen, weil ein paar Kassen durch ihr – für mich passendes – Gesamtpaket besonders hervorstachen.

Hier schaute ich noch einmal genauer hin und die Entscheidung war schnell aus drei Favoriten gefallen.

 

Meine “Must-Haves” bei einer Krankenkasse:

Bei der Auswahl war mir persönlich wichtig, dass die potenzielle neue Kasse folgende Leistungen anbietet:

  • Homöopathie
  • Osteopathie
  • Bonusprogramm
  • Gesundheitsreisen

 

Ich habe hierbei genau hingeschaut und verglichen, denn auch hierbei gibt es große Unterschiede in Leistungsart und -umfang:

So kann man beispielsweise eine Kasse finden, die Osteopathie bis zu 250,- / Jahr, maximal 5 Sitzungen übernimmt.

Oder eine Kasse, die Osteopathie bis zu 480,- / Jahr, maximal 8 Sitzungen übernimmt.

 

Was ich damit sagen will: Im ersten Schritt musst du dir klar sein, was dir wichtig ist. Was die neue Krankenkasse mitbringen soll.

Im zweiten Schritt geht es dann ans Vergleichen, und ganz ehrlich – mir hat es fast ein bisschen Spaß gemacht. Weil ich gemerkt habe, was in Kürze alles möglich sein wird! Das motiviert und schnell hat man die passende Kasse gefunden.

Wenn dir zwei Kassen oder mehr gleich attraktiv erscheinen, lohnt sich übrigens auch ein Blick auf den Beitragssatz!

 

Krankenkassenwechsel leicht gemacht

Wenn du auch wechseln willst, ist es gar nicht so komplizert:

  • Man hat eine Kündigungsfrist von 2 Monaten zum Monatsende.
  • Bei der neuen Kasse besteht dann eine Mindestmitgliedschaft von 18 Monaten. Erst dann kann theoretisch wieder gewechselt werden.
  • Die Kündigung muss schriftlich erfolgen (Brief, persönlich, Fax). Offizielle Schreiben per E-Mail werden im Zweifelsfall nicht immer anerkannt. Deshalb wähle ich für mich immer den Postweg.
  • Achtung! Wenn du aufgrund von Jobwechsel ein paar Tage nicht sozialversichert bist (weil du dich für den kurzen Übergangszeitraum nicht arbeitslos melden wolltest) beginnt ab dem ersten Arbeitstag im neuen Job die Frist von vorne! Das habe ich aktuell selber erfahren. Ich hatte in 2016 einen Job zum 31.10. beendet und den neuen erst am 08.11. begonnen. Theoretisch hätte ich wieder die Frist von 18 Monaten wahren müssen und wäre erst zum 31.05.2018 aus der alten Kasse rausgekommen (anstatt – wie geplant – zum 31.12.2017). Es besteht aber die Möglichkeit, solche kurzen Zeiten selber zu begleichen. Das geht auch nachträglich und ist nicht sehr teuer, sodass ich diese Möglichkeit immer in Erwägung ziehen würde.

Das sind die grundlegenden Infos für einen Kassenwechsel. Den genauen Ablauf findet man aber auch auf den Webseiten der entsprechenden Krankenkassen.

 

Ich möchte dich mit diesem Beitrag gerne ermutigen, deine Krankenkasse ruhig einmal kritisch zu hinterfragen. Schau, ob die angebotenen Leistungen noch zu dir passen. Frag im Freundeskreis, welche Kassen es gibt und wie die Zufriedenheit ist.

Ein Wechsel kann sich lohnen – für deinen Geldbeutel und deine Gesundheit!!

 

Britta Jacobsen | Impulse für ein bewussteres und glücklicheres Leben

2 Gedanken zu „#13 Passt deine Krankenkasse noch zu dir?

  1. Juhu, hab vor 1,5 Jahren auch zum ersten mal gewechselt von der Barmer zur BKK Bergisch Land. Die Barmer hat nix bezahlt an Alternativen Heilmethoden und die BKKBL so viel. Fie haben mich im Sommer sogar angerufen und ermuntert ihre extra Leistungen doch auch mal in Anspruch zu nehmen 😊 Das hat es bei der Barmer in 27 Jahren nicht gegeben.

    1. Hallo liebe Tina,
      wow, das klingt nach Kundenorientierung und wirklich gutem Service für die Mitglieder!
      Ja, es lohnt sich wirklich. Wenn man sich einmal die Mühe macht, kann man nachher so viele Vorteile haben.
      Alles Liebe
      Britta

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